Hundebegegnungen

Vielleicht hatten Sie Glück und haben Ihren Welpen von jemandem bekommen, der sich Mühe gegeben hat, dass der Kleine früh viel lernt und auch lange genug bei der Mutter bleiben durfte, um gemeinsam mit den Geschwistern die Hundesprache zu erlernen.Vielleicht haben Sie aber auch einen Welpen, der zu früh von der Mutter weg musste und mit der Hundesprache noch so seine Probleme hat.
Es ist auf jeden Fall wichtig, dass Ihr Welpe viel Kontakt zu anderen Hunden hat.
Wie der auszusehen hat, da scheiden sich die Geister. Viele Hundeschulen bieten Welpenspielstunden an. Im Prinzip eine prima Sache. Welpen können in einem geschützten Bereich hemmungslos miteinander toben und meistens werden auch noch kleine Übungen mit eingefügt. Aber in den meisten Hundeschulen gilt die Welpenspielstunde für Hunde bis zu 6 Monaten. Wenn Sie nun einen 6 Monate alten Boxer mit einem 3 Monate alten Dackel toben lassen wollen, ist das meist für den Dackel kein Vergnügen, da er weder von seinen Kräften noch von seiner Schnelligkeit dem Boxer gewachsen ist. Es kann passieren, dass der Dackel hier nur ängstlich gemacht wird und in der Folge entweder vor allen Hunden flüchtet oder aggressiv reagiert um sich zu schützen.

Allerdings habe ich selbst auch schon erlebt, dass eine riesige irische Wolfshündin von 6 Monaten, sehr vorsichtig und zart mit meiner damals 4 Monate alten Terrierhündin spielte, deren Größe gerade mal dem Kopf des Wolfshundes entsprach. Die beiden sind bis heute beste Freunde.

Verlassen Sie sich da auf Ihr Bauchgefühl. Ihr Hund braucht andere Hunde, aber nicht alle Gruppen passen wirklich zusammen.
In unserer Nachbarschaft gibt es sehr viele Hunde, die eigentlich auch alle vernünftig sozialisiert sind. Und hier gibt es reichlich Flächen, wo die Hunde auch ohne Leine miteinander toben können. Das reicht dann auch völlig aus. Hier lernt der Welpe dann gleich alle Hundecharaktere  kennen. Alte, die nicht mehr wild spielen wollen, Kleine, die zickig sind, Große die ganz sanft sein können, aber auch den bösen Buben, dem man besser aus dem Weg geht. In großen Städten gibt es oft öffentliche Hundespielwiesen. Leider sind sie selten sauber und oft auch zu klein. Im Internet finden Sie sicher auch in Ihrer Umgebung Gruppen, die gemeinsame Spaziergänge unternehmen. Sie werden sich wundern, wie schnell man mit anderen Hundebesitzern ins Gespräch kommt. Und wenn man sich sympathisch ist, kann man sich ja zu gemeinsamen Spaziergängen verabreden.

Bleiben Sie auf Fälle für Ihren Hund interessant. Solange er Sie spannend findet, haben Sie seine Aufmerksamkeit auch auf Spaziergängen. Wenn er weiß, dass er bei Ihnen immer mal wieder spannende Spieleinheiten und Leckerchen findet, gerät er nicht so schnell auf Abwege. Und auch für Sie werden die Spaziergänge ein Erlebnis, bei dem es auch viel zu lachen gibt.

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